Inklusionscampingplatz am Störmthaler See

Camping für ALLE - Gemeinsam
am See

Der Startschuss für ein Projekt mit Vorbildcharakter ist gefallen: Nach jahrelanger Vorbereitung entsteht in der Region Leipzig erstmals ein ganzheitliches, barrierefreies Camping- und Freizeitangebot für alle Menschen.

Eingebettet in die Natur entwickelt sich hier eine besondere Destination für Naherholung sowie regionalen und überregionalen Tourismus – ein Ort, der verbindet.

Das Areal wird so gestaltet, dass Menschen aller Generationen – mit und ohne Beeinträchtigung – naturnah, komfortabel und vor allem barrierefrei Urlaub machen und entspannen können.

Ob Familien mit Kinderwagen, Menschen mit Rollator, Rollstuhlfahrer*innen oder Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung: Alle Gäste sind willkommen und können sich auf erholsame Tage am See und vielfältige Freizeitangebote freuen.

Unser Leitgedanke: Camping für ALLE – Gemeinsam am See.

Campingplatz mit gesellschaftlichem Mehrwert

Der Inklusionscampingplatz bietet weit mehr als klassische Übernachtungsmöglichkeiten. Neben Stellplätzen für Zelte und Wohnmobile entstehen barrierefreie Ferienhäuser, ein bewachter Strandbereich mit Gastronomie sowie Spiel- und Erlebnisräume für Groß und Klein.

Das gesamte Areal wird nachhaltig und ressourcenschonend geplant und richtet sich konsequent an die Bedürfnisse von Menschen jeden Alters – mit und ohne Beeinträchtigungen.

Ein besonderer Fokus liegt auf echter Teilhabe und doppelter Inklusion: Auf dem Gelände werden auch Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen geschaffen. Damit entsteht in der Region Leipzig ein einzigartiges Projekt , das Inklusion nicht nur ermöglicht, sondern aktiv lebt – sowohl im Freizeitbereich als auch im Arbeitsleben.

Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Großpösna und dem Städtischen Eigenbetrieb Behindertenhilfe (SEB) der Stadt Leipzig. Ergänzt wird das Angebot durch tierpädagogische Flächen sowie eine Einrichtung der Eingliederungshilfe.

Ein Großteil der Projektkosten wird – bis zu 90 Prozent – über Fördermittel des Bundes und des Freistaates Sachsen im Rahmen des Strukturwandels ehemaliger Tagebaugebiete finanziert.

  • 2029

    voraussichtliche Eröffnung

  • 185

    Standplätze für Zelte und Camper

  • 420.000

    Gesamtfläche

  • 90.000

    Campingplatzfläche

Planungsphase
ab 2023

Genehmigungsphase
2025/2026

Betreibersuche
2025/2026

Bauphase
voraussichtlich ab 2026

Fertigstellung
voraussichtlich 2029

Visualisierung der Planung des Areals

Die hier gezeigten Visualisierungen sind unverbindliche Planungsentwürfe. Sie zeigen das Vorhaben grundhaft, um das Projekt „Gemeinsam am See“ zu visualisieren und greifbar zu machen. Mit fortschreitender Planung und Entwicklung des Areals können sich Details ändern.

Aktuelles

Betreiber gesucht

Die Ausschreibung für den künftigen Betreiber des Inklusionscampingplatzes startet noch in diesem Jahr. Gefordert sind umfassende Kenntnisse in den Themen Inklusion und Barrierefreiheit sowie die Fähigkeit, den Platz als gemeinnützigen Inklusionsbetrieb zu führen. Zudem ist die ganzjährige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Menschen mit Behinderung wichtig. Interesse? Weitere Informationen erhalten Sie bei Matthias Hofmann, E-Mail: ubsznaa@fro-yrvcmvt.qr .

Minister übergibt Fördermittel-Scheck

Übergabe direkt am Seeufer: Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Regionalentwicklung, überbrachte den Projektpartnern höchstpersönlich am 7. Juni 2024 einen Fördermittel-Scheck der Sächsischen Aufbaubank. Damit steht die Finanzierung des Inklusionscampingplatzes auf einem soliden finanziellen Fundament. Der Baubeginn in diesem Jahr rückt immer näher.

Gemeinderat Großpösna votiert einstimmig

Gute Nachrichten kommen auch aus dem Gemeinderat der Gemeinde Großpösna. In diesem Gremium wurde jüngst der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan gefasst. Die Bürgervertreter votierten einstimmig für den Vorschlag der Gemeindeverwaltung und machten damit den Weg frei für die Fertigstellung des Bebauungsplans für das Areal rund um den Inklusionscampingplatz.

Bau- und Finanzierungsbeschluss erteilt

In seiner Sitzung Ende Mai erteilte der Stadtrat der Stadt Leipzig seine Zustimmung für den Bau- und Finanzierungsbeschluss. Damit erhält der Städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe Leipzig grünes Licht für die weitere Fortsetzung des Projektes. Mit dem Rückenwind aus der Stadtpolitik können nun die Planungen für den noch in diesem Jahr stattfindenden Baustart durchgeführt werden. 

In der Dienstberatung des OBM bestätigt

Ein weiterer Meilenstein ist geschafft. Der aktuelle Planungsstand für den naturnahen Inklusionscampingplatz wurde jüngst in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters von Leipzig bestätigt. Das Projekt erfüllt damit sämtliche Aspekte für Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Naturnähe. Leipzigs Sozialbürgermeisterin Dr. Martina Münch lobt das wegweisende Projekt, das echte Teilhabe ermöglicht. Mit Zustimmung des Leipziger Stadtrats könnten Ende des Jahres die Bauarbeiten beginnen.

Öffentliche Auslegung des Entwurfs zum Bebauungsplan

Nach der Zustimmung des Gemeinderats der Gemeinde Großpösna sind ab sofort und noch bis zum 15. März 2024 die Pläne des Bebauungsplans für den Inklusionscampingplatz am Störmthaler See öffentlich ausgelegt. Interessierte Bürger können die detaillierten Planungen während der Öffnungszeiten in der Gemeindeverwaltung Großpösna (Im Rittergut 1, Zimmer 110) einsehen. Auch online sind die Unterlagen abrufbar. Sie sind zu finden unter: https://bit.ly/auslegung 

Fördermittelantrag Inklusionscampingplatz Störmthaler See Leipzig

1.200 Seiten – Fördermittelantrag eingereicht

Es ist geschafft! Wir haben alle Unterlagen zusammen und konnten jüngst den Fördermittelantrag für unseren geplanten Inklusionscampingplatz an die Sächsische Aufbaubank (SAB) übermitteln. Insgesamt 1.200 Seiten stark ist unser Antrag und stellt das Vorhaben detailliert vor. 

Jetzt heißt es „Daumen drücken“! Denn nun erfolgt die fachliche Prüfung, die durchaus bis zu drei Monaten dauern kann. Kein Wunder bei diesem Umfang. 

Wir sind zuversichtlich, dass wir mit unserem Antrag überzeugen können und arbeiten in der Zwischenzeit an der weiteren Planung. 

Großes mediales Interesse

Direkt am Wasser, viel Grün drumherum und zahlreiche Urlaubsangebote für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen: Kein Wunder, dass der Inklusionscampingplatz am Störmthaler See auf großes Interesse der mitteldeutschen Medien stößt.

Seit der Veröffentlichung der Visualisierungen und den damit verbundenen Einblicken in die Gestaltung des zukünftigen Areals sind zahlreiche Artikel mit durchweg positiver Resonanz erschienen. So haben beispielsweise Radio SAW, die Leipziger Volkszeitung oder auch der Mitteldeutsche Rundfunk ausführlich über das Vorhaben berichtet. Sehr gut: Denn beim Thema Inklusion haben wir in Deutschland noch ein ganzes Stück Arbeit vor uns. 

Campingplatz zeigt sich der Öffentlichkeit

Mit dem offiziellen Start der Webseite, fotorealistischen Visualisierungen (Planungsstand Q2 2023) und der Veröffentlichung des Projektstandes über die Medien bekommen Interessierte ab sofort einen detaillierten Einblick in die aktuellen Planungen für den Inklusionscampingplatz am Störmthaler See.

Auf den Bildern lässt sich gut erkennen, wie die Stellplätze für Zelte und Wohnmobile sowie die Ferienhäuser mitten in die Natur integriert werden sollen und zugleich zahlreiche Erholungsmöglichkeiten für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung entstehen werden.

FAQs

Wie konkret sind die Planungen für das Erholungsareal?

Das Projekt „Inklusionscampingplatz – Gemeinsam Am See“ wurde im Rahmen einer umfassenden Machbarkeitsstudie sowie einer vertieften Konzeptionsphase entwickelt. Dabei standen insbesondere Inklusion, Naturschutz, Wirtschaftlichkeit und touristische Entwicklung im Fokus.

Im Jahr 2024 wurde der Fördermittelbescheid feierlich durch den Sächsischen Staatsminister für Regionalentwicklung überreicht – ein wichtiger Meilenstein für die weitere Planung. Aktuell befindet sich das Projekt in der detaillierten Abstimmungs- und Planungsphase. Parallel werden die Voraussetzungen für die äußere Erschließung geschaffen.

Nach zwischenzeitlichen Verzögerungen im Jahr 2025 konnten zu Beginn des Jahres 2026 wichtige Finanzierungsfragen zur äußeren Erschließung geklärt werden, sodass nun die nächsten Umsetzungsschritte vorbereitet werden.

Wie ist das Areal aufgeteilt?

Das Gelände wird in drei zentrale Bereiche gegliedert, die gemeinsam ein harmonisches, naturnahes und barrierefreies Gesamtbild ergeben:

– Campingbereich mit Gastronomie (Zeltplätze, barrierefreie Ferienhäuser, Stellplätze für Wohnmobile)
– großer Abenteuerspielplatz
– Strandbereich

Der Campingbereich erhält eine dorfähnliche Struktur. Neben touristischen Angeboten werden hier auch tierpädagogische Angebote sowie eine Einrichtung der Eingliederungshilfe des SEB integriert.

Was bedeutet ALLE für uns?

„ALLE“ bedeutet für uns: alle Menschen – unabhängig von individuellen Voraussetzungen. Der Inklusionscampingplatz ist generationsübergreifend für Jung und Alt angelegt. Er bietet Erholung für jeden Einzelnen, Paare und Familien mit Kindern – egal ob für einen Tagesausflug oder einen längeren Urlaub. Hier entsteht ein Ort der Erholung, der wirklich für jede*n zugänglich ist – auch für Menschen, die auf pflegerische Unterstützung angewiesen sind.

Unser Ziel ist es, dass sich alle Gäste willkommen fühlen und ihren Aufenthalt uneingeschränkt genießen können.

Warum ein inklusiver Campingplatz und was bedeutet das?

Inklusion bedeutet gleichberechtigte Teilhabe für alle Menschen – unabhängig von Behinderung, Herkunft, Alter oder Geschlecht.

Gerade im Tourismus bestehen jedoch häufig Barrieren: fehlende Zugänglichkeit, ungeeignete Infrastruktur oder mangelnde Unterstützungsangebote. Besonders für Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung und ihre Angehörigen gibt es bislang nur sehr wenige passende Urlaubsangebote.

Der Inklusionscampingplatz begegnet genau diesen Herausforderungen. Er schafft einen Ort, an dem Erholung, Naturerlebnis und Teilhabe selbstverständlich zusammengehören.

Darüber hinaus entstehen vor Ort Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen – ein weiterer wichtiger Schritt hin zu gelebter Inklusion.

Wer wird den Campingplatz betreiben?

Der zukünftige Betreiber wird im Rahmen eines Vergabeverfahrens ausgewählt. Dabei spielen insbesondere Gemeinnützigkeit, Erfahrung im inklusiven Betrieb und wirtschaftliche Tragfähigkeit eine zentrale Rolle.

Warum ein weiteres Tourismusangebot am Störmthaler See?

Das bestehende Ferienresort am Störmthaler See ist bereits stark ausgelastet und ist nicht auf Menschen mit Beeinträchtigungen ausgerichtet. Zudem gibt es dort keinen klassischen Zeltplatz.

Inklusive Erholungsangebote sind in Deutschland insgesamt noch zu selten – auch in der Region Leipzig besteht hier deutlicher Nachholbedarf. Die Nachfrage nach barrierefreien Freizeit- und Urlaubsangeboten ist entsprechend hoch.

Wann beginnt die Bauphase?

Der Beginn der Bauphase ist abhängig vom Abschluss der Genehmigungs- und Erschließungsmaßnahmen. Nach derzeitigem Stand kann noch kein verbindlicher Termin genannt werden, wir rechnen allerdings mit einem Baustart im Sommer 2026.

Welche Auswirkungen hat das Projekt auf die Natur?

Eingriffe in Natur und Landschaft lassen sich nicht vollständig vermeiden, werden jedoch auf ein Minimum reduziert und durch geeignete Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. Das Gelände ist überwiegend durch den ehemaligen Tagebau geprägt. Für besonders sensible Bereiche werden gemeinsam mit Fachbehörden und Expert*innen Lösungen entwickelt, um Natur- und Artenschutz bestmöglich zu berücksichtigen.

Welche Experten*innen sind eingebunden?

Neben den Projekt- und Fachplaner*innen sind Expert*innen aus den Bereichen Tourismus, Inklusion sowie Umwelt- und Naturschutz eingebunden. Zudem erfolgt eine enge Abstimmung mit allen zuständigen Behörden und Institutionen.

Wie werden Bürger*innen vor Ort beteiligt?

Die Bürger*innen werden über verschiedene Formate beteiligt, darunter Informationsveranstaltungen sowie ein Projektbeirat, in dem auch Vertreter*innen der Gemeinde mitwirken.

Welche Vorteile hat das Projekt für die Region?

Der Inklusionscampingplatz bringt vielfältige positive Impulse für die gesamte Region mit sich. Bereits während der Bauphase werden zahlreiche Aufträge an lokale Unternehmen vergeben, wodurch die regionale Wirtschaft gestärkt wird. Auch im laufenden Betrieb entsteht eine enge Zusammenarbeit mit Betrieben vor Ort – sei es im Handwerk, im Dienstleistungsbereich oder in der Versorgung des Areals.

Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Nutzung regionaler Produkte, insbesondere im gastronomischen Angebot. Dadurch werden bestehende Wertschöpfungsketten gestärkt und gleichzeitig ein nachhaltiges, qualitativ hochwertiges Angebot für die Gäste geschaffen.

Durch die Strahlkraft des Projekts ist darüber hinaus mit steigenden Besucherzahlen zu rechnen, von denen auch bereits etablierte touristische und gastronomische Angebote in der Umgebung profitieren. So entsteht ein lebendiges Netzwerk aus neuen und bestehenden Angeboten, das die Attraktivität der Region langfristig erhöht.

Insgesamt leistet der Inklusionscampingplatz damit einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung, stärkt den Tourismus und fördert gleichzeitig das Bewusstsein für regionale Produkte, Natur und Umwelt.

Die Projektinitiatoren

Projektträger: Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe (SEB)

Der Städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe (SEB) der Stadt Leipzig verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung von stationären, teilstationären und ambulanten Angeboten. Ziel ist es, Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, psychischen Erkrankungen oder sozialen Benachteiligungen bestmöglich zu begleiten und zu fördern. Rund 800 Mitarbeiter*innen engagieren sich täglich mit fachlicher Kompetenz, viel Herz und Engagement für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Leipzig.

Beim Inklusionscampingplatz am Störmthaler See übernimmt der SEB eine zentrale Rolle: Er verantwortet die inhaltliche Konzeption, steuert die Planung und setzt den Bau des Areals um. Darüber hinaus bereitet der SEB das Vergabeverfahren für den zukünftigen Betreiber vor. Dieser wird den Campingplatz langfristig nach nachhaltigen, gemeinnützigen Grundsätzen und mit einem klaren Fokus auf Inklusion führen.

Gemeinde Großpösna

Großpösna liegt südöstlich von Leipzig und zeichnet sich durch eine hohe Entwicklungsdynamik sowie eine wachsende Lebensqualität aus. Geprägt wird die Gemeinde insbesondere durch den rund 730 Hektar großen Störmthaler See, der gemeinsam mit dem benachbarten Markkleeberger See aus dem ehemaligen Braunkohletagebau Espenhain hervorgegangen ist.

Heute entwickelt sich die Region zunehmend zu einem beliebten Ziel für Erholungssuchende und Gäste aus nah und fern. Im Regionalplan ist Großpösna daher gezielt mit der Sonderfunktion Tourismus ausgewiesen. Die behutsame Entwicklung des Störmthaler Sees als „grüner See“ mit bewusst geringer ufernaher Bebauung wird von Besucher*innen sehr geschätzt und von den kommunalen Akteuren konsequent verfolgt.

Das geplante Erholungsareal entsteht an einem Teilstück des rund 23 Kilometer langen Seeufers. Die Gemeinde übernimmt dabei – in enger Zusammenarbeit mit der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) – die Verantwortung für die äußere Erschließung.

In diesem Zuge werden unter anderem die Zubringerstraßen, Wendeschleifen und Parkflächen geschaffen. Darüber hinaus entstehen ein Strandbereich, eine Basisstation für Rettungsschwimmer sowie attraktive Aufenthalts- und Verweilzonen. Ergänzend wird die notwendige Infrastruktur für Wasser, Abwasser und Strom sichergestellt.